In der Eltern-Baby-Therapie begleiten wir vornehmlich die Auswirkungen von unverarbeiteten, posttraumatischen Belastungsstörungen beim Säugling, aber auch bei den beteiligten Müttern und Vätern.
In diese Kategorie fallen u. a. traumatische Stressbelastungen nach schwierig verlaufenen Geburten oder außergewöhnlich angstvoll verlaufenen Schwangerschaften, wie dies nach künstlichen
Befruchtungen der Fall sein kann. Auch die Begleitung von Frühchen und ihren Eltern nach wochen- und monatelangen Klinikaufenthalten gehört in diese Kategorie.
Mehrfache Trennungen der Eltern von ihren Neugeborenen, beinahe ununterbrochene Auseinandersetzung mit den Gefahren von operativen und schmerzhaften Eingriffen für das Kind, sowie die ständige
Angst um Leben und Gesundheit, sind nur einige der schwächenden Faktoren für den Bindungsaufbau zwischen den Eltern und ihren zu früh geborenen Säuglingen.
Die Eltern-Baby-Therapie umfasst den behutsamen Aufbau von Vertrauen und Sicherheit beim Baby. In langsamen Schritten lernen die Babys im Kontakt mit den Eltern, Nähe und Berührung zuzulassen und
ihre Vermeidungsstrategien aufzugeben. Zeitgleich werden mit den Eltern gezielte Handlungsstrategien entwickelt, wie sie die akuten Schrei- und Stressreaktionen ihrer Babys sicher begleiten
können.
Nach erfolgreicher Bindungsstärkung bietet die Eltern-Baby-Therapie dann andererseits auch einen Raum, um die schmerz- und angstbesetzten Bindungserfahrungen der Eltern und Säuglinge gezielt zu
verarbeiten und zu lösen.
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